• Mitarbeiterempfehlungen als Vorteil für die Personalgewinnung?


    Autorin: Maya Wussow


    Wenn die Preise für klassische Recruiting-Kanäle wie Jobbörsen, Karriereportale oder Personalagenturen steigen, suchen viele Unternehmen nach effizienteren und kostengünstigeren Alternativen.

    Wir möchten hier das Modell der Mitarbeiterempfehlungsprogramme als effizientere Personalgewinnung vorstellen. Dadurch können Sie qualifiziertes und passendes Personal für Ihr Unternehmen gewinnen.

    Kosten pro Einstellung im Vergleich

    Durch sogenannte Mitarbeiterempfehlungsprogramme können Sie Ihre Cost per Hire (CPH) deutlich reduzieren.

    Mitarbeiterempfehlungen sind eine Recruiting-Methode, bei der Beschäftigte passende Bewerber*innen aus ihrem beruflichen oder privaten Umfeld auf offene Positionen aufmerksam machen und gezielt vorschlagen. Dabei geht es nicht um zufällige „Kennst du wen?“-Hinweise, sondern um ein klar aufgesetztes Programm: mit definierten Abläufen und der Möglichkeit, den Erfolg anhand von Kennzahlen nachvollziehbar zu messen.

    Anders als viele klassische Recruiting-Ansätze, die vor allem Reichweite und möglichst viele Bewerbungen erzeugen sollen, setzt die Mitarbeiterempfehlung auf persönliche Beziehungen und Vertrauen im Netzwerk. Mitarbeitende verstehen die Kultur Ihres Unternehmens, kennen die Anforderungen der Rolle und können dadurch besser einschätzen, wer fachlich und menschlich ins Team passt.

    Im Vergleich zu anderen Anbietern wie Jobplattformen, deren Erfolg nur auf Quantität ausgelegt ist, erhalten sie hier Bewerbungen, die in vielen Fällen bereits vorab ‘geprüft wurden’.

    So zeigen auch Studien, dass Unternehmen mit Referral-Programmen bis zu ca. 45 % niedrigere Kosten pro Einstellung (CPH) erzielen.  


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    Time-to-Hire durch Empfehlungen

    Mitarbeiterempfehlungen tragen maßgeblich dazu bei, offene Stellen schneller zu besetzen. Studien zeigen, dass empfohlene Kandidatinnen und Kandidaten im Vergleich zu Bewerbungen über klassische Recruiting-Kanäle deutlich schneller durchlaufen.

    Die durchschnittliche Time-to-Hire liegt bei Empfehlungen bei rund 29 Tagen und ist damit signifikant kürzer als bei Einstellungen über Jobbörsen oder Karriereseiten. In einigen Auswertungen werden Empfehlungen sogar mit bis zu 55 % schneller beschrieben.

    Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass empfohlene Kandidaten häufig bereits vor der Bewerbung besser über das Unternehmen, die Rolle und die Erwartungen informiert sind. Gleichzeitig genießen sie durch die Empfehlung eines bestehenden Mitarbeitenden ein höheres Grundvertrauen, wodurch Screening- und Entscheidungsprozesse effizienter ablaufen. Für Unternehmen bedeutet das: weniger Zeitaufwand im Recruiting, geringere Vakanzkosten und eine schnellere operative Entlastung der Teams.

    Qualität und Cultural Fit

    Mitarbeiterempfehlungsprogramme bieten den Vorteil, qualitativ hochwertige und passende Kandidat:innen zu erreichen. Gleichzeitig kann eine gewisse Subjektivität entstehen, da Mitarbeitende häufig Personen empfehlen, die ihnen selbst ähnlich sind. Dies kann insbesondere im Bereich Diversität dazu führen, dass bestehende Strukturen verstärkt werden.

    Wird das klassische Empfehlungsprinzip jedoch erweitert und nicht ausschließlich auf die direkten persönlichen Netzwerke der Mitarbeitenden beschränkt, können zusätzliche Netzwerkeffekte genutzt werden. Auf diese Weise vergrößert sich der potenzielle Bewerber:innenpool deutlich, da auch Personen außerhalb enger sozialer Kreise über Weiterempfehlungen erreicht werden.

    So profitieren Sie weiterhin von den Vorteilen eines Mitarbeiterempfehlungsprogramms und erhöhen gleichzeitig die Vielfalt Ihrer Zielgruppe, ohne zusätzliche Risiken oder Mehraufwand in Kauf zu nehmen.



    Retention-Rate empfohlener Mitarbeiter

    Neben der Geschwindigkeit überzeugt das Recruiting über Mitarbeiterempfehlungen vor allem durch eine nachhaltigere Mitarbeiterbindung. Empfohlene Mitarbeitende bleiben nachweislich länger im Unternehmen als Neueinstellungen aus anderen Kanälen. Untersuchungen zeigen, dass die Retention-Rate von Referral-Hires nach mehreren Jahren deutlich höher liegt als bei klassisch rekrutierten Mitarbeitenden. Teilweise bleiben empfohlene Mitarbeitende bis zu 70 % länger als Neueinstellungen über andere Kanäle im Unternehmen.

    Diese höhere Bindung lässt sich unter anderem auf einen besseren Cultural Fit zurückführen. Da bestehende Mitarbeitende ihr persönliches Netzwerk nutzen, empfehlen sie häufig Personen, die nicht nur fachlich, sondern auch kulturell gut zum Unternehmen passen. Zudem erleichtert die bereits vorhandene soziale Verbindung den Einstieg und die Integration ins Team. Für Unternehmen zahlt sich dies langfristig aus: geringere Fluktuation, weniger Neubesetzungen und niedrigere Kosten im Recruiting und Onboarding.

    Employer Branding durch Empfehlungen

    Aus einer Befragung geht hervor, dass Mitarbeiterempfehlungsprogramme sich positiv auf das Employer Branding eines Unternehmens auswirken. So gaben 84 % der Unternehmen an, dass Mitarbeiterempfehlungsprogramme ihre Arbeitgebermarke sichtbar verbessern und sie dadurch positiv wahrgenommen werden. Der gleiche Effekt lässt sich auch beim Mitarbeiterengagement beobachten. So sehen rund 59 % der Personalverantwortlichen durch Empfehlungsprogramme eine Stärkung der Mitarbeiterbindung und des Engagements im eigenen Team. 

    Wenn Mitarbeitende aktiv ihre Netzwerke einbeziehen, fungieren sie als authentische Markenbotschafter. Dies ist ein wertvoller Effekt, der über reine Personalgewinnung hinausgeht.


    Gerne beraten wir Sie, inwiefern Sie von einem Mitarbeiterempfehlungsprogramm profitieren können.

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